Konzert-Vortrag "Boris Lurie: Echoes of Memory – Music, Art, and the Holocaust"

26.04.26
13:00 Uhr
Konzerte
Die Musiker Alberto Rosas Llerena und Moisés Santiesteban Pupo
Die Musiker Alberto Rosas Llerena und Moisés Santiesteban Pupo

„Boris Lurie: Echoes of Memory“ ist eine multidisziplinäre Konzert- und Vortragsveranstaltung, die das Leben und Vermächtnis des Künstlers, Holocaust-Überlebenden und NO!art-Begründers Boris Lurie (1924–2008) eindrucksvoll beleuchtet. In einer intensiven Verbindung aus historischer Musik, bildender Kunst, Archivmaterialien und Live-Performance entsteht ein vielschichtiger Zugang zu seinem Werk, das von radikalem Erinnern, persönlicher Katharsis und künstlerischem Widerstand geprägt ist.

Ein besonderer Fokus liegt auf Musikstücken jüdischer Komponist:innen, die während des Holocaust verfolgt, vertrieben oder ermordet wurden. Ihre Musik spiegelt jene emotionale Tiefe und Dringlichkeit wider, die auch Luries künstlerisches Schaffen durchzieht.

Die Veranstaltung findet begleitend zur Ausstellung „NEIN! Boris Lurie und NO!art“ in Kooperation mit der Boris Lurie Art Foundation statt.

Mitwirkende:
Stephanie Stebich (Text)
Moisés Santiesteban Pupo (Klavier)
Alberto Rosas Llerena (Flöte)

Moisés Santiesteban Pupo, in Matanzas (Kuba) geboren, studierte Klavier mit Schwerpunkt Konzertrepertoire und Pädagogik an der Universidad de las Artes (ISA) in Havanna bei Patricio Malcom sowie Bachelor- und Masterstudium Orgel an der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg bei Prof. Stefan Baier; seine Studien schloss er mit Auszeichnung ab. Zehn Jahre lang war er Titularorganist der Kathedrale von Havanna und verantwortete die musikalische Gestaltung während des historischen Besuchs von Papst Franziskus. Parallel koordinierte er den Fachbereich Kirchenmusik am Centro Cultural Padre Félix Varela der Erzdiözese Havanna. Konzertauftritte führten ihn u. a. nach Kuba, in die USA, nach Spanien, Deutschland, Österreich, in die Schweiz, nach Polen, Tschechien, Slowenien, Kroatien und Panama. 2018 wurde seine Solo-Orgelproduktion in Polen mit dem Fénix-Preis ausgezeichnet; 2021 erhielt er beim Internationalen Filmfestival Rotterdam den Ammodo Tiger Short Award für eine Filmmusik. Derzeit unterrichtet er Klavier an der Sing- und Musikschule der Stadt Regensburg und ist Lehrbeauftragter an der HfKM Regensburg.

Alberto Rosas Llerena, in Havanna (Kuba) geboren, studierte Querflöte am Instituto Superior de Arte (ISA) in Havanna bei Niurka González Núñez. Er absolvierte an der HfKM Regensburg Masterstudiengänge in Instrumentalpädagogik bei Gabriella Damkier sowie in Traversflöte bei Marion Treupel-Franck. Er ist Preisträger des Holzbläserwettbewerbs der UNEAC und gewann den Zweiten Preis beim Wettbewerb „Flutissimo“ in Nizza. Seine internationale Konzerttätigkeit führte ihn durch Deutschland, Frankreich, Spanien und Brasilien, wobei er sowohl als Solist mit Sinfonieorchestern als auch als Kammermusiker auftritt. Sein Repertoire umfasst Werke vom Barock bis zur Gegenwart. Neben der modernen Querflöte liegt ein Schwerpunkt seiner Arbeit auf der Traversflöte und weiteren historischen Flöteninstrumenten.

Veranstaltungsort: Konzertsaal des Oberpfälzer Künstlerhauses, Fronberger Straße 31, 92421 Schwandorf

Der Eintritt ist frei.

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