Die Zweipersonenausstellung mit Isabelle Heske (1990, Düsseldorf, lebt in Berlin) und René Radomsky (1989, Nürnberg, wo er derzeit lebt) vereint zwei künstlerische Positionen, die von der Malerei ausgehen und unterschiedliche Ansätze im Umgang mit Oberfläche und Materialität untersuchen.
In ihren Arbeiten verwendet Isabelle Heske textile Materialien unterschiedlicher Herkunft und Beschaffenheit. Durch Schneiden, Nähen und Assemblieren dieser Stoffe entstehen vielschichtige Bildträger, die Fragen nach Fragmentierung, Zusammenhängen und Materialität aufwerfen. Die einzelnen Textilien behalten ihre spezifischen Eigenschaften und treten zugleich in neue inhaltliche und räumliche Kontexte.
Die Arbeiten von René Radomsky gehen aus seiner Tätigkeit als Tätowierer hervor. In seiner künstlerischen Praxis überträgt er Aspekte dieser Arbeit in andere Medien und Kontexte. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf der Gestaltung von Oberflächen, sondern auch auf deren physischer Durchdringung. Zeichnung, Spur und Einschreibung werden als Prozesse sichtbar gemacht, die zwischen Kontrolle und Zufall oszillieren.
Die Ausstellung bringt zwei Positionen zusammen, bei denen die Oberfläche sowohl als materielle Grenze als auch als Ort der Transformation begriffen wird.